Landesmeistertitel für Samina Aljimovic und Luka Rohr

24. November 2025

Bei der 29. Landesmeisterschaft und Malbuner Mehrkampfmeisterschaft im Schwimmen setzten sich am Wochenende im Landesbad Eschen die im Vorfeld gehandelten Favoriten durch: Samina Aljimovic bei den Damen und Luka Rohr – beide vom SCAT – bei den Herren. Beide bestätigten ihre starke Form der vergangenen Wochen eindrucksvoll und sicherten sich die Landesmeistertitel 2025.

Während die Titelvergabe bei den Damen eine klare Angelegenheit war - Aljimovic zeigte auf allen fünf Strecken die mit Abstand beste Liechtensteiner Leistung und siegte schliesslich mit mit deutlichem Vorsprung. Bei den Herren ging es hingegen relativ eng zu und her: Rohr und der ein Jahr jüngere Jonathan Neidow – noch ein Junior, aber dennoch bei den Herren titelberechtigt – lieferten sich zwei Tage lang ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während Rohr über Schmetterling, Freistil und Lagen die Nase vorn hatte war Neidow über Brust und Rücken der Schnellere. Am Ende hatte Rohr – vor allem dank deutlicher persönlicher Steigerungen in seinen vermeintlich schwächeren Lagen – die Nase vorn. Eine Rivalität, die für die nächsten Jahre viel Spannung, aber vor allem starke Leistungen verspricht.

Das Podium in der Wertung 16 Jahre und älter vervollständigten bei den Damen Rebecca Feirich (SCAT) und Leonie Matheis (SCUL), sowie bei den Herren Michael Neidow und Pyry Hasler (beide SCUL).

Neue Landesmeister in Junioren- und Jugendklassen

Auch in den Nachwuchskategorien gab es spannende Entscheidungen und starke Leistungen:

Bei den Juniorinnen gewann Elisa Dulas (YPS) vor Anna Hasler und Elin Roffler (beide BSC) und bei den Junioren Jonathan Neidow vor seinem Bruder Benjamin (beide SCUL) und Samuel Theiner (YPS).

In der Kategorie der Mädchen 10 Jahre und jünger waren Noemi Costa vor Lia Sibio (beide BSC) und Luise Petzold (SCUL) die stärksten Liechtensteinerinnen, während bei den Knaben Kajetan Dulas (YPS) vor Ian Werilli (BSC) gewann.

In der Internationalen Mehrkampfwertung, deren Siegerehrung von Julia Hassler durchgeführt wurde, konnten sich Luka Rohr, Michael Neidow, Jonathan Neidow, Noah Veijalainen, Noemi Costa und Thomas Veijalainen platzieren.

Stark besetztes Teilnehmerfeld trotz späterem Termin

Insgesamt 176 Schwimmerinnen und Schwimmer aus neun Vereinen aus Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland sorgten trotz verringerter Teilnehmerzahl für ein energiegeladenes Wettkampfwochenende. Der spätere Austragungstermin im November – bedingt durch den Garderobenumbau im Hallenbad Eschen – tat der Stimmung keinerlei Abbruch.

Auch die populären K.-O.-Bewerbe über Freistil und Schmetterling boten wieder spannende Rennen, bei denen die fünf schnellsten Vorlaufschwimmerinnen und -schwimmer in vier Runden über 50m gegeneinander antreten, und jeweils der bzw. die Langsamste der Runde ausscheiden, bis schließlich die Sieger feststehen. Es geht in diesem Bewerb also nicht darum, einmal schnell zu schwimmen, sondern immer gerade so schnell, um im Wettkampf zu bleiben und dabei möglichst noch Energie zu konservieren.

An den Freistil-K.O. Finals am Samstag, sowie in der Schmetterlingsdisziplin am Sonntag zeigten Rohr und J. Neidow, die zuvor bereits etliche Rennen geschwommen waren, sowohl taktisches Geschick als auch Wettkampfhärte. Neidow entschied am Samstag den Freistilbewerb für sich und schwamm dabei in der letzten Runde in 26.15 sogar noch eine neue persönliche Bestzeit. Bei den Herren tat es ihm Rohr einige Minuten später gleich: er schwamm in der letzten Runde 25.28 auf dem Weg zum Sieg in der Herrenkonkurrenz. Am Sonntag reichte es für beide zu Rang zwei im Bewerb in der Schmetterlingsdisziplin – es siegten Enea Ragazzo vom SC Chur bei den Junioren und Lukas Strojny vom SC Flös Buchs bei den Herren.

 Aljimovic zog bei den Damen leider an beiden Tagen in der zweiten von vier Runden den kürzeren und beendete den Wettbewerb jeweils auf Rang vier. In der Damenkonkurrenz siegten in den K.O. Finals über Freistil und Schmetterling bei den Juniorinnen an beiden Tagen Liana Kuriger vom TV Linth, und bei den Damen Nola Menzi vom SC Flös bei über Freistil und Nora Varga vom SC Chur über Schmetterling.

Breite Vereinsbeteiligung und Special-Olympics-Tradition

Die grössten Teams stellten am Wochenende in Eschen der Schwimmclub Flös Buchs mit 34 Teilnehmern - dicht gefolgt von der Schwimmgemeinschaft Liechtenstein mit Schwimmerinnen und Schwimmern aus BSC, SCUL und SCAT mit insgesamt 33. Aus Liechtenstein waren zudem der YPS-Club Gamprin mit elf und der Aquarius Triesen mit acht Schwimmerinnen und Schwimmern am Start.

Ein besonderes Highlight war wie jedes Jahr der Auftritt von Special Olympics Liechtenstein, die ein Differenzschwimmen sowie eine gemeinsame Staffel mit Sportlerinnen und Sportlern des LSCHV bestritten, und mit großem Applaus gefeiert wurden.

Verband zeigt sich zufrieden

LSCHV-Präsident und OK-Chef der Veranstaltung Thomas D. Hasler lobte Organisation und Atmosphäre: „Wir haben zwei sportlich hochklassige und reibungslos verlaufene Wettkampftage erlebt. Mein großer Dank gilt den zahlreichen freiwilligen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.“